Hardware, Probierecke
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Moesta Sheriff – mein Pelletgrill, meine Erfahrungen

Lang ist’s her…. Vor fast 3 Jahren habe ich auf der SPOGA Garten & Grill-Messe in Köln die ersten Bilder eines Pelletgrills der Firma Moesta gesehen und mich quasi sofort verliebt. Einen Pelletgrill wollte ich schon lange haben und diesen hier konnte ich mir sofort auf unserer Terrasse stehend vorstellen. Und nun ist es soweit und ich möchte in diesem Artikel meine Erfahrungen rund um den Moesta Sheriff Pelletgrill mit Euch teilen.

Die Firma Moesta BBQ aus Löhne ist als Hersteller von Grillzubehör in der BBQ-Szene hinlänglich bekannt und auch ich habe viele ihrer Produkte bei mir zu Hause. Was mir an diesen Teilen immer sehr positiv aufgefallen ist, war die hohe Qualität und das die Produkte immer sehr durchdacht scheinen. Man merkt einfach, dass hinter diesen Produkten nicht nur ein Unternehmen steckt, sondern Leute, die auch selbst gerne grillen. Preislich liegt das Moesta-Zubehör natürlich immer eher im oberen Bereich, aber das soll jeder selbst entscheiden und mit sich ausmachen. In diesem Fall möchte ich lediglich meine Eindrücke und Erfahrungen mit meinem neuen Pelletgrill, dem Moesta Sheriff, mit Euch teilen. Dieser liegt tatsächlich sogar mit einem Preis von aktuell 1.363,73 Euro (08.09.2020) absolut im Rahmen, wenn man einen Vergleich zum Platzhirschen Träger zieht. – Aber das ist meine persönliche Meinung!

Wie dem auch sei, seither ist einige Zeit ins Lande gezogen. Zunächst sollte der Sheriff letztes Jahr im Frühjahr erscheinen. Anscheinend waren die Jungs von Moesta BBQ aber mit dem Entwicklungsstand noch nicht ganz zufrieden und so wurde der Start dann zunächst um ein Jahr verschoben. Für mich spricht das für Moestas Qualitätsbewusstsein und den Willen ausgereifte Produkte für den Griller auf den Markt zu bringen. Wenn ich es im letzten Jahr auch bedauert habe…..

Und in diesem Jahr hat – wie in so vielen Bereichen – Corona den Verkaufs- und Lieferungsstart immer wieder nach hinten geworfen. So kommt es, dass der Sheriff nun fast 4 Monate nach meiner Vorbestellung im Mai endlich in bei mir in Tetz angekommen ist. Endlich! Ein Sheriff für Tetz.

Das ist ja wohl jetzt hoffentlich allen klar…..!

Der Aufbau

Pünktlich wie angekündigt läutete der Fahrer der Spedition an unserer Haustür um den Grill abzuliefern. Leider musste der Sheriff aber noch eine Weile gut verpackt in der Garage warten, ehe er seinen Dienst antreten konnte. Nach der Arbeit war es dann aber soweit und der Aufbau konnte beginnen.

Wer es nicht weiß:
Eine Flasche Bier gehört als Werkzeug bei jedem Grillaufbau dazu.

Die Einzelteile waren übersichtlich und schnell sortiert. Ich bin kein Autofreak, aber diese Felgen an einem Grill sind schon mal der Hammer! Außerdem sind mir direkt das schöne Holzbrett und die massiven Grillroste ins Auge gefallen. Alle Komponenten sahen toll aus und auch die Haptik hat mich direkt überzeugt.

Die Anleitung liegt in deutscher und englischer Sprache vor…
…und ist sehr übersichtlich gestaltet.

Sogar das Werkzeug (bis auf das Bier natürlich) wurden mitgeliefert. Alle Schrauben und Kleinteile waren übersichtlich und beschriftet verpackt.

Schnell noch eine stilechte Unterlage aus dem Karton geschnitten um unnötige Kratzer beim Aufbau zu verhindern. Und dann konnte es auch schon losgehen. Das Untergestell war in wenigen Minuten montiert. Die Gewindelöcher für die Schrauben waren extrem passgenau. – Sehr erfreulich!

Um die Grillkammer auf das Gestell zu setzen, empfiehlt es sich, eine zweite Person dabei zu haben. Danke an meine liebe Frau, die mit mir zusammen dieses wirklich schwere Gerät auf das Untergestell gewuchtet hat!

Dafür sieht der Grill danach schon fast fertig aus und es fehlen nur noch wenige Arbeitsschritte:

  • Untergestell fertigstellen
  • Griff montieren
  • Fettablauf innen verschrauben
  • Schornstein anbringen
  • Ablagebrett zusammenbauen und einhängen
Fertig zum Einbrennen

Einbrennen

Wie üblich bei neuen Grillgeräten musste auch der Sheriff Pelletgrill nun erstmal 1 Stunde lang bei Volllast laufen um Fett und Produktionsrückstände zu verbrennen. Um die maximale Temperatur von 310 °C zu erreichen, müssen laut Anleitung die Buchen-Pellets verwendet werden. Also folgte nun die erste Befüllung des Pellethoppers mit einem 5kg-Beutel der Moesta Buchen-Pellets.

Der Blick in den Pellethopper mit Sicht auf die Förderschnecke
Die Spannung steigt. Erste Pelletfüllung.
Hier fallen die ersten Pellets in den Brenner

Leider habe ich vor lauter Freude vergessen auf die Uhr zu gucken. Die 310 °C hatte der Grill aber recht schnell erreicht und qualmte dann eine Stunde lang vor sich hin. Zwischenzeitlich kletterte die Anzeige sogar mal ganz kurz auf 320 °C. Ansonsten hielt der Sheriff aber die ganze Zeit über sehr präzise die eingestellte Temperatur. So soll es bei einem Pelletgrill auch sein. Nach dem Abkühlen war es leider schon zu spät um den Sheriff gleich noch richtig grillen zu lassen. Also habe ihn nur noch in seinen Mantel gepackt, damit er in der Nacht auch nicht friert. Die Abdeckhaube gab es übrigens für Vorbesteller kostenlos dazu.

Am nächsten Tag habe ich den Grill nochmal gründlich gereinigt um die Überreste des Einbrennvorgangs zu beseitigen. Und dann war auch endlich die Zeit gekommen, den neuen Grill endlich einzuweihen. Als erstes Gericht gab es Hüttenkartoffeln (Rezept gibt es auch hier auf dem Blog). Das ist nicht unbedingt ein BBQ-Klassiker, aber an diesem Nachmittag war keine richtige Zeit für einen Longjob, wie Pulled Pork oder Brisket. Aber keine Sorge, auch diese Themen werden noch folgen.

Erfahrungsberichte

08.09.2020 | Hüttenkartoffeln

Kommen wir also zum Betrieb des Sheriffs: Und da muss ich erstmal sagen, dass sich der neue Grill im ersten Grill-/Backversuch sehr gut geschlagen. Die Funktionen sind äußerst intuitiv und selbsterklärend. So hatte ich mir das bei einem Grill von Moesta allerdings auch vorgestellt. Zu den Hüttenkartoffeln ist wenig zu sagen; zumal sie auch nur einer spontanen Idee entsprungen sind, weil es mich einfach zu sehr in den Fingern gejuckt hat, den Sheriff auszuprobieren und ich nicht bis zum Wochenende damit warten wollte.

Bei Pelletgrills / -smokern ist das Thema Lautstärke ja auch immer wichtig. Hier finde ich, dass der Sheriff wirklich eine gute Figur macht. Bei den Hüttenkartoffeln lief der Grill konstant bei 220 °C und meine Lautstärke-App zeigte einen Wert um die 50 dB. Das ist angenehm und man kann auch noch gut mit der Liebsten auf der Terrasse daneben sitzen, Kaffee trinken und sich unterhalten. In dem Punkt bin ich echt beruhigt!

12.09.2020 | St.Louis-Style Ribs

Endlich wurde es Wochenende und somit war auch endlich die Zeit für den Sheriff gekommen, zu zeigen was er kann und wofür er eigentlich in die Stadt gekommen ist. (oder eben ins Dorf)

Am Samstag standen Ribs auf dem Programm. Dafür hatte ich mir eine wirklich schöne Leiter St.Louis-Style Ribs von Gourmetfleisch.de besorgt und entsprechend vorbereitet. Während die Rippchen noch mit den Gewürzen kuschelten, stand dann der erste Pelletwechsel für den lieben Sheriff an. Und das ist wirklich gut gemacht. An der Rückseite befinden sich eine Klappe, die mit einer Schraube befestigt ist. Diese zieht man einfach heraus- nachdem man einen ausreichend großen Behälter unter den Hopper platziert hat – und schon fallen die Pellets aus dem Tank heraus.

Mit Hilfe eines Holzschabers befördert man die letzten Pellets noch durch das Loch und verschließt die Öffnung wieder. Dann können schon neue Pellets eingefüllt werden. Da für dieses Wochenende Longjobs geplant waren, habe ich mich für Apfelholz-Pellets entschieden.

Um den Sheriff noch ein wenig länger hübsch und sauber zu halten, habe ich außerdem das Fettablaufblech mit etwas Alufolie überzogen. Ich hoffe, dass es dafür in Zukunft entsprechendes Zubehör geben wird. Allerdings bin ich da relativ sicher, zumal die Jungs von Moesta BBQ bereits angekündigt haben, dass im Laufe der Zeit mehr Zubehör für den Sheriff erscheinen soll. Bis dahin werde ich es aber so machen:

Ich werde jetzt nicht extra darauf eingehen, wie ich die Rippchen gemacht habe. Hier soll es ja ausschließlich um den Sheriff gehen. Der lief erwartungsgemäß wie ein Uhrwerk. So wird BBQ quasi zum Selbstläufer. Während der gesamten 5 Stunden lief der Grill auf 120 °C und der Sheriff sorgte zuverlässig dafür, dass die Temperatur gehalten wurde.

13.09.2020 | Pulled Pork

Bei den Ribs am Vortag hatte sich der Sheriff ja nun schon mal bewiesen. Da im Pellettank noch reichlich Apfelholz-Pellets waren, sollte es gleich low’n’slow weitergehen.

Bei meinem Metzger und Fleischsommelier Simon Claßen von der Fleischerei Claßen hier bei uns in Jülich habe ich 2 schöne Schweinenacken gekauft. Dazu muss man wissen, dass ich meinen Arbeitskollegen versprochen hatte zu meinem Geburtstag wieder Pulled Pork mitzubringen. Durch die Lieferverzögerungen war der Sheriff aber im August noch nicht bei mir, weswegen sich die lieben Kollegen ebenfalls gedulden mussten.

Also Um 7 Uhr ging es los. Die Schweinenacken großzügig mit „Pull That Piggy“ von Ankerkraut gewürzt und erstmal etwas einwirken lassen. In der Zwischenzeit habe ich den Sheriff vorbereitet. Nochmal gereinigt und dann auf Temperatur kommen lassen.

Die gewünschten 110 °C hat er in nicht mal 15 Minuten erreicht und so konnten die Schweinenacken auf dem Rost Platz nehmen. Und oh mein Gott es würden noch einige Nacken mehr daraufpassen.

Außerdem war ich dieses Mal mutiger und habe in den ersten 20 Minuten die Smoke-Funktion des Sheriffs genutzt. Dabei reguliert der Pelletgrill die Temperatur für den eingestellten Zeitraum auf etwa 80 Grad Celsius herunter und produziert schubweise mehr Rauch. Das hat sich auch an der herrlichen roten Farbe nachher gezeigt. Ich bin beeindruckt und werde die Funktion jetzt häufiger verwenden.

Nach den ersten 3 Stunden habe ich mit der Kontrolle der Kerntemperatur begonnen. Und auch diese Aufgabe hat der Sheriff übernommen. Er verfügt über 2 Temperatur-Sensoren, die man bei Bedarf an der Steuerungseinheit des Sheriffs anschließen kann. Auch hier gibt es nichts zu meckern. Nutzt man nur einen Fühler, kann man eine kleine Durchführung an der Seite des Grillkörpers nutzen. Bei 2 Sensoren klemmt man die Kabel einfach unter den Deckel.

Man kann je Sensor einen Zielwert eingeben und sich dann entspannt zurücklehnen. Der Sheriff macht sich dann bemerkbar, wenn die gewünschte Temperatur erreicht wird.

Die Messung scheint sehr exakt zu sein, was aber auch kein Wunder ist, da ich die Einstech-Thermometer von Moesta schon seit langem verwende und immer damit zufrieden war. Das fertige Pulled Pork sprach auf jeden Fall für sich.

Fazit

Der Sheriff Pelletgrill von Moesta BBQ hält für mich alles, was ich mir von ihm versprochen habe. Er macht seinen Job, so wie man es von einem Pelletgrill erwartet, er ist sehr sparsam und leise. Er macht das Barbecue extrem entspannt. Es soll ja auch Leute geben, die anzweifeln, dass dies noch „Grillen“ sei. Für mich ist es das aber sehr wohl. Barbecue ist für mich Entspannung. Ich suche da keinen Nervenkitzel. Und seien wir mal ehrlich. Ich habe schon etliche Pulled Porks, Ribs usw. auf meinem Kugelgrill gemacht. Irgendwann ist auch das kein Nervenkitzel mehr und gelingt immer.

Ich liebe es mit einem Kaffee oder Bier (je nach Tageszeit) auf der Terrasse neben meinem Grill oder Smoker zu sitzen, den Holzrauch zu riechen und die Ruhe zu genießen. Der Sheriff leistet mir da ab jetzt ganz tolle Gesellschaft. Ich bin jetzt schon begeistert und bereue den Kauf in keinster Weise.


Werbehinweis

In diesem Artikel berichte ich über meine subjektiven Erfahrungen mit dem Sheriff Pelletgrill von der Firma Moesta BBQ. Das bedeutet, dass der Sheriff in vielen Fotos und im Text gezeigt/erwähnt wird. Ich muss also klarstellen, dass dieser Beitrag Werbung, wenn auch unbezahlt, enthält. Ich habe den Grill allerdings selbst bezahlt und wurde dafür nicht von der Firma Moesta BBQ bezahlt oder anderweitig unterstützt.

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  1. Pingback: Pulled Pork vom Pelletgrill -

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