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Mein neues Thermometer

Daddy checkt…

Bluetooth-Thermometer: Inkbird IBT-4XS

Ein anständiges Thermometer gehört für mich -und wohl auch für die meisten anderen Griller- zu den wichtigsten Arbeitsgeräten und Garanten für gute Ergebnisse am Grill. Und gerade bei hochpreisigen Fleischstücken, gehe ich da lieber auf Nummer sicher.

Bislang habe ich mein Fleisch mit einem Maverick <> verkabelt. Damit bin ich immer zufrieden gewesen. Die Bedienung erfordert zwar etwas Übung, dafür sind die Messungen stets zuverlässig und die Grillergebnisse passen zu den Messwerten.

Und trotzdem war der Reiz immer da, endlich auch mal so ein modernes Thermometer zu haben. Eines, dass die Temperaturkontrolle direkt auf dem Handy ermöglicht. Und als dann vor kurzem das Inkbird IBT-4XS als Blitzangebot auf Amazon für knapp die Hälfte des UVP zu haben war, gab es kein Halten mehr. Das ermöglicht es mir, dieses Thermometer hier vorzustellen. 

Lieferumfang

Das Inkbird-Thermometer kommt in einem kleinen Karton aus dem einem gleich beim Öffnen die quadratische Bluetooth-Station anschaut. Das schwarz-orange Gehäuse besteht auf der Oberseite im Wesentlichen aus einem Bildschirm mit einem einzigen kreisrunden Berührungspunkt. An der Vorderseite liegen 4 Eingänge für Temperaturfühler und an der Unterseite ist das Thermometer mit einem Magneten ausgestattet, mit dem die Grundeinheit sicher am Grill befestigt werden kann. Das gefällt mir schon sehr gut. Dieses Modell ist allerdings laut Hersteller nicht wasserdicht. Mal schauen, ob sich das im Laufe der Zeit noch rächen wird.

Unter dem Plastikeinsatz befinden sich dann außerdem 4 Temperaturfühler (3 Fleisch- und ein Garraumfühler), ein USB-Ladekabel und 2 Klammern zur Befestigung der Fühler auf dem Grillrost. Außerdem gibt es natürlich auch noch eine kleine Bedienungsanleitung, die allerdings ausschließlich in englischer Sprache ist. Nach meinem Empfinden war das aber kein Problem und die Einrichtung/Inbetriebnahme des Thermometers selbsterklärend und intuitiv.

Inbetriebnahme

Grundsätzlich ist der Lithium-Ionen-Akku der Grundeinheit schon etwas geladen. Trotzdem habe ich zu Beginn den Akku erstmal vollständig aufgeladen. Das mitgelieferte Kabel habe ich allerdings nicht verwendet. Stattdessen habe ich das normale Ladekabel meines Handys verwendet, da das Inkbird-Ladekabel sowieso erst noch an einen Ladestecker hätte angeschlossen werden müssen.

Sobald das Ladelicht auf dem Display des Thermometer aufgehört hat zu blinken. Habe ich aus dem Google Play Store die Inkbird-eigene BBQ Go-App heruntergeladen. Das Thermometer nur noch einschalten, App öffnen und alles verbindet sich automatisch.

Die App ist übersichtlich und leicht zu verstehen. Man sieht 4 Bereiche für die 4 möglichen Sensoren (auch wenn kein Fühler eingesteckt ist). Auch die Eingänge der Stecker sind am Gerät nummeriert, so das schnell klar ist, was die App einem zeigt. Zu jedem der Fühler lässt sich die gewünschte Zieltemperatur oder auch ein Temperaturbereich einstellen. Außerdem lässt sich auch eine Garzeit vorgeben. Zu den meisten gängigen Fleischsorten gibt es Vorschläge für optimale Temperaturen. Diese lassen sich aber individuell anpassen.

Im Einsatz

Genug der reinen Theorie! -Kommen wir zum ersten Praxisbericht. Als erste Aufgabe habe ich einen Schweinenacken zu Pulled Pork auf dem Kugelgrill gemacht. Dabei habe ich mit gleich drei Temperaturfühlern gearbeitet. Warum drei? Der Schweinenacken lief an einem Ende etwas dünner zu. Deswegen habe ich die Temperatur von beiden Seiten gemessen; in der Hoffnung, man würde einen Temperaturunterschied feststellen, da die dünneren Seite etwas schneller sein sollte. Es klappt super. Die ganze Zeit über war der Fühler im dünneren Ende 1-2 Grad über dem auf der anderen Seite.

In Bezug auf die Fühler sollte man noch erwähnen, dass zwar insgesamt 4 Themperaturfühler im Paket enthalten sind, dass aber einer davon kürzer und abgerundet ist und nur zur Messung im Garraum gedacht ist. Für mich persönlich ist das ein erster kleiner negativer Punkt. Denn meiner Meinung nach könnte man auch gleich 4 richtige Fühler haben, denn auch ein normaler spitzer Fühler ließe sich mit der Haltung am Rost befestigen. Dann hätte man aber je nach Bedarf eben auch die Möglichkeit, gleich 4 Fleischstücke zu überwachen.

Wo wir gerade bei Kritikpunkten sind. Es gibt noch einen zweiten Aspekt am Inkbird IBT-4XS, der in meinen Augen besser gelöst werden könnte. Und das betrifft die Alarmeinstellungen.

Sobald ein Zielwert oder ein Temperaturbereich eingestellt wurde, gibt das Gerät einen Alarmton ab, sobald die Temperatur erreicht wird, bzw. abweicht. Der Alarm erfolgt auf 2 Wege. Zum einen am Handy, das per Bluetooth verbunden ist und zum anderen auch an der Messeinheit, die am Grill steht.

Hier würde ich mir wünschen, dass ich den Alarmton an der Messeinheit deaktivieren könnte. Wenn der Alarm auf meinem Handy ertönt, braucht meines Erachtens nach nicht auch noch gleich die Terrasse beschallt zu werden.

Fazit

Das ist aber sicher alles Jammern auf hohem Niveau. Das Inkbird macht einen klasse Job und ist das coolste Grillthermomenter, das ich bislang im Einsatz hatte. Inzwischen habe ich noch einige Male das Thermometer im Einsatz gehabt unter anderem auch bei einem schönen Rib Eye Steak. Auch hier passte der Gargrad zur angezeigten Temperatur. Also alles gut!

Trotzdem möchte ich ehrlich sein und eben auch Punkte nennen, die mir negativ aufgefallen sind. Das macht das Gerät an sich nicht schlechter und ist ja zum Teil auch vielleicht eher subjektiv zu sehen. Ich möchte einfach ehrlich sein.

So, ich hoffe mein erster Technik-Check gefällt Euch.


Hinweis:

Wie immer muss ich auch diesen Artikel als Werbung kennzeichnen. Ich habe aber auch das Thermometer, wie gewohnt, selbst bezahlt und bin bei meiner Beschreibung nicht beeinflusst worden.

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