2020, Februar, Grillarchiv
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Februar 2020

Mädelsabend

Der Februar begann mit einem ganz besonderen Wochenende. Und so konnte ich den Mädelsabend meiner Frau und ihrer Schwester mit etwas Leckerem vom Grill unterstützen. Eine gute Gelegenheit mal wieder etwas „ausgefallener“ zu werden, da keine Kinder mitessen würden.

Es gab Hähnchen Fajita von meinem Gasgrill. Dazu hatte ich 2 Hähnchenbrüste vorbereitet und auf einer Holzplanke gegrillt. Dünne Streifen roter Zwiebeln, Paprika und einer Handvoll TK-Erbsen wurden ebenfalls in einer Pfanne angebraten. Bei einer Kerntemperatur von ca. 68°C kamen die Hähnchenbrüste noch einmal kurz direkt auf den Rost um ein paar Röststreifen zu bekommen. Dann wurden sie ebenfalls zerteilt und zum Gemüse gegeben. 

Die Tortillas wurden ebenfalls noch kurz erwärmt und dann mit einem selbstgemachten Zaziki, etwas Salsa sowie etwas klein gehackten Eisbergsalat und der Füllung belegt und aufgerollt. So einfach ….. so lecker!

Die Mädels waren glücklich und hatten einen schönen Abend. Was will man mehr?!

Grillen mit Sabine

Sturmtief Sabine sollte uns laut Meldungen ab Sonntag, den 09. Februar, viel Wind und orkanartige Böen bringen. Also hieß es für mich den Garten windfest zu machen. Das schließt aber natürlich nicht aus, dass nebenher noch fleißig gegrillt werden kann. 

Los ging es gleich am Freitag nach der Arbeit mit einer „chinesischen Wokpfanne“ vom Cobb Grill. Kein authentisches Gericht, sondern eher improvisiert aus einer Hähchenbrust, Paprika, Zwiebel, Mungbohnen Sprossen und Mie-Nudeln. Trotzdem sehr lecker.

Frittieren im Dutch Oven

Für Samstag hatte ich bei meinem Fleischer 4 Pollo Fino gekauft. Das sind ausgelöste Hähnchenkeulen (in meinem Fall) vom Kikok. Im Gegensatz zur Hähnchenbrust sollte das Fleisch aus den Keulen mehr Geschmack bieten, was mir für mein Vorhaben geeigneter erschien. Die Stücke sollten paniert und im Dutch Oven frittiert werden um dann als Burger serviert zu werden.

Zum einen hatte ich noch nie zuvor mit Pollo Fino gegrillt und zum Anderen auch noch nie im Dutch Oven frittiert. Also gleich zwei Premieren für mich. Das war auch der Grund, warum ich die Größe der Hähnchenstücke falsch eingeschätzt hatte. Denn für unsere beiden Burger hätten 2 Keulen ausgereicht, da ich jedes Stück nochmal teilen konnte. Aber das tut der Freude ja keinen Abbruch und so warten jetzt nochmal 2 Kikok-Keulen in unserem Gefrierschrank auf ihren Einsatz.

Die Pollo Fino habe ich dann lediglich in einer Mischung aus selbstgemachtem Paniermehl und etwa 1 EL Texas Chicken Rub von Ankerkraut gewälzt und dann in meinem FT4,5 Dutch Oven bei 170 bis 180 Grad jeweils etwa 5 Minuten ausgebacken. Das Ergebnis war hervorragend. Die Keulen wurden außen super knusprig und innen trotzdem saftig und schmackhaft. Und da das Öl nun schon einmal heiß war, habe ich gleich noch ein paar Papadams als Beilage gemacht. Das sind indische Linsenfladen, die auch nur noch ausgebacken werden müssen.

Sabine zum Trotz

In Erwartung eines stürmischen Sonntags entschied ich mich am Samstag Abend noch spontan dazu den für Sonntag geplanten Eintopf vorzukochen. Eine längere Standzeit kommt Eintöpfen eigentlich immer zu Gute und so war ich unabhängig von der Wetter-entwicklung. 

Ein einfacher Gemüseeintopf aus Wirsing, Möhren, Kartoffeln, Petersilienwurzeln, Porree und einigen Mettwürstchen. Wir nennen diesen Eintopf immer „Quer-Durch-Den-Garten“, weil die Zutaten sehr variabel sind und eigentlich alles dazugegeben werden kann, was die Gemüseschublade so hergibt. Ein Grundrezept findet sich in der Hall Of Flame. Fühlt euch aber frei zu experimentieren. Hier muss eigentlich nichts wirklich abgewogen werden. Wählt nur den Dutch Oven nicht zu klein. Dieses Mal hatte ich mit dem FT6 doch etwas knapp kalkuliert und der Topf reichte gerade so eben noch aus.

Demnach konnten wir es am stürmischen Sonntag ruhig angehen lassen. Hier hatte ich zum Kaffee aus dem Perkolator nur noch schnell ein Frühstück für Champions mit Rührei und Speckstreifen auf der Plancha gebrutzelt. So gestärkt und mit dem herrlichen, aufgewärmten Eintopf konnte das Sturmtief Sabine uns nichts mehr anhaben. 

KW 7

In der Woche vom 10. bis zum 16. Februar waren wir von einer Freundin eingeladen worden um ihren Geburtstag zu feiern. Und was verschenkt man als BBQ-verrückter Mensch? – Natürlich etwas selbstgemachtes vom Grill. Ich hatte mich für Grillschokolade entschieden. Hierbei wird eine Grillschale mit Backpapier und Schokolade ausgelegt. Nun lässt man bei geringst-möglicher Hitze (ca. 50-70°C) die Schokolade schmelzen und gibt anschließend Gewürze, Nüsse, Früchte o.ä. hinzu. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Anschließend lässt man die Schokolade wieder abkühlen und bricht sie in grobe ungleichmäßige Stücke. Diesmal hatte ich mich für eine sehr schlichte Variante entschieden mit eigenen Walnüssen.  

Und da der Grill eh schon einmal an war, habe ich auch gleich noch einen Dutch Oven voller Schmorkohl auf dem Seitenkocher meines Gasgrills köcheln lassen. Der Eintopf aus einem Weißkohl, Zwiebeln und zuvor angebratenem Hackfleisch war für die nächsten zwei Tage als Mittagessen gedacht. 

Victoria schaut auch noch kurz vorbei

Nachdem uns Sabine ja nun schon ordentlich durchgepustet hatte, wir aber weitestgehend verschont geblieben waren, zog mit Sturmtief Victoria gleich der Orkan herauf und brachte uns das zweite stürmische Wochenende in Folge. Aber egal – davon lassen wir uns auch diesmal nicht aufhalten. Meine Eltern samt meiner lieben Schwester waren für Sonntag zum Grillen eingeladen.

Geplant war eine Leiter St.Louis Ribs, die ich noch im Gefrierschrank hatte, sowie einige PigSticks nach einem Rezept von Don Marco, für die ich am Vortag bereits eine Chili Cheese Sauce in meinem kleinsten Dutch Oven vorgekocht hatte.

Ich liebe meinen Kleinen….

Die Rippchen brauchen natürlich ihre Zeit. Ebenfalls am Vortag hatte ich die Rippchen gewürzt und über Nacht ziehen lassen. Pünktlich um 6 Uhr am Sonntag morgen startete ich dann also meinen guten alten Kugelgrill, damit gegen 7 Uhr das Fleisch aufgelegt werden konnte. Da Rippchen zur heiligen Dreifaltigkeit des Barbecue zählen, werde ich meine Methode nochmal in einem separaten Artikel beschreiben.

Für die PigSticks hatte ich aus Schweinehackfleisch, geriebenem Cheddar, Zwiebel und Chili kleine Cevapcici geformt und auf Spießen mit je einer Scheibe Bacon umwickelt. Bei indirekten 170 – 180 Grad Celsius habe ich die Spieße dann auf meinem Gasgrill etwa eine halbe Stunde lang gegart und anschließend nochmal kurz bei direkter Hitze angeröstet. Dabei habe ich die Sticks auch noch mit einer Mischung aus BBQ-Sauce und dem Bratenfond der Rippchen bepinselt.

Es war ein rundum gelungener Grilltag, aber leider auch viel zuviel, so dass sich am folgenden Montag noch meine Arbeitskollegen über die restlichen PigSticks freuen konnten.

Karneval

Und weiter geht es in der Kategorie „Fingerfood“. Für die Altweiberfeier im Amt meiner Frau gab es ein paar Bacon-Blätterteig-Stangen. Währenddessen hatte ich außerdem noch eine Erbsensuppe im Dutch Oven für die beiden folgenden Tage gekocht.

Da meine Firma von Altweiber bis einschließlich Rosenmontag immer die Pforten schließt, war bei mir ebenfalls „zwangsfrei“. Ich bin zwar kein großer Karnevalsjeck, die freie Zeit habe ich aber dennoch gut genutzt und ausgiebig gegrillt. Über die Tage verteilt gab es zur Freude meiner Kinder Reibekuchen und Köttbullar. Vor allem letztere hatte ich zum ersten Mal probiert – mit großem Erfolg.

Ohne Ende Muzen

Muzen sind bei uns im Rheinland ein traditionelles Gebäck für die Karnevalszeit. Mein Rezept stammt noch von meiner Mutter und unterscheidet sich dadurch, dass die Muzen deutlich größer ausfallen als gewöhnlich. Hier kann wirklich keine Rede sein von Muzenmandeln o.ä.

Groß, fluffig und saftig. Ich mag sie genau so am liebsten und die Nachfrage nach diesen Muzen ist jedes Jahr groß. Das Rezept stelle ich nun ebenfalls mal in die Hall Of Flame.

Ende Februar geht es nochmal rund

Wie jedes Jahr stand außerdem wieder die Geburtstagsfeier meines lieben Sohnes an. Der Neunte! Gewünscht hatte er sich einen riesigen Dopf Räuberfleisch mit Nudeln und den gab es auch. Das Rezept ist in der Hall Of Flame zu finden.

Außerdem habe ich noch zum ersten Mal Tassenkuchen gebacken. Das Rezept habe ich aus dem Buch „Draußen backen“ von Carsten Bothe aus dem Heel Verlag. Was soll ich sagen. Der Kuchen war richtig lecker und durch einen Schokokern sehr saftig. Ich bin nicht so der „süße Typ“. Meine Familie war aber begeistert – so sehr, dass mein Sohnemann direkt ein Bild davon gemalt hat:

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