DutchOven, Gemüse & Beilagen, Meine Rezepte
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Dicke Bohnen

Sobald die Tage wieder kühler werden und der Sommer zu neige geht, ist es für mich wieder an der Zeit meine geliebten Feuertöpfe/DutchOven rauszukramen. Naja, um ehrlich zu sein, sind sie nie wirklich weg, da ich sie hin und wieder auch im Sommer zur Zubereitung der ein oder anderen Grillsauce verwende.

Trotzdem gilt es dem trüber und trister werden Wetter mit entsprechendem Essen entgegenzuwirken und das bedeutet Soulfood – Essen für die Seele, das nicht nur den Magen wohlig warm füllt, sondern auch das Gemüt heiter stimmt. Und genau da glänzen die guten, schweren gusseisernen Töpfe . Und das fängt für mich schon bei der Zubereitung an! Ich liebe es mit einem heißen Kaffee in der Hand auf der Terrasse zu sitzen, während der DutchOven leise vor sich hin blubbert.

In den kommenden Monaten werde ich also wieder auch verstärkt meine DutchOven-Rezepte vorstellen und möchte an dieser Stelle nur nochmal darauf hinweisen, dass diese in der Regel natürlich auch wunderbar drinnen auf dem Herd zubereitet werden können. Den Anfang mache ich heute mit einem meiner Lieblingsgerichte: Dicke Bohnen! Das ist natürlich gewagt, da sich an Dicken Bohnen so manche Geister scheiden. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie und verbinden damit nur unliebsame Kindheitserinnerungen. Ich gehöre definitiv zur ersten Kategorie und zeige sie heute in einer Variante mit Pfefferbeißern und Möhrchen.

Zutaten für einen vollen Petromax Ft6 oder 6-8 Personen

  • 4 Gläser Dicke Bohnen
  • 200 g Bacon/Speck
  • 5 Pfefferbeißer
  • 4 Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • 2 EL Mehl
  • 125 g Butter
  • Salz, Pfeffer, Bohnenkraut

Die Hardware

  • Ein DutchOven/Feuertopf mit einem Fassungsvermögen von etwa 5,5 Litern
  • 16 Grillbriketts
    • Da nichts überbacken wird bei diesem Gericht, reicht es die Kohlen unter dem Topf zu platzieren.
    • Je nach Kohlenqualität kann es sein, dass nochmal nachgelegt werden muss. In diesem Fall hatte ich die Dauerbrenner im Einsatz und bin mit einer Ladung mehr als ausgekommen.

Zubereitung

Ich starte mit einem kleinen Anzündkamin und den 16 Briketts. Da nicht wirklich viel vorzubereiten oder zu schnibbeln ist, geht das ganz gut, während die Kohlen schonmal durchglühen.

Die Bohnen trenne ich von ihrer Flüssigkeit, schütte diese allerdings nicht einfach weg, sondern fange sie in einer separaten Schüssel auf. Die Zwiebeln und die Möhrchen schäle ich und schneide sie in Stücke. Das muss nicht überragend fein sein; etwas gröber geht es auch.

Pfefferbeißer von Kolping Hof Fleisch

Sobald die Kohlen unter dem DutchOven verteilt und der Topf auch schon schön heiß ist, brate ich nacheinander erst den Bacon und dann die Würstchen an. Bei den Würstchen kann man sich aussuchen, ob man sie lieber im Ganzen lassen möchte oder in Stücken. Ich habe mich in diesem Fall für Stückchen entschieden.

Sobald der Bacon ausgelassen und die Pfefferbeißer eine schöne Farbe bekommen haben, entnehme ich beides dem Topf und hacke den Bacon auf einem Brettchen grob durch. Und dann ist es auch schon an der Zeit für die Mehlschwitze. Dafür die Zwiebeln und Möhrchen in das Bratenfett im Topf geben und zusätzlich auch die Butter darin schmelzen. Alles leicht andünsten und dann mit dem Mehl bestäuben.

Nun gebe ich nach und nach das Bohnenwasser dazu und rühre dabei laufend um. Es sollen keine Klümpchen entstehen. Deshalb erst mit dem Wasser beginnen, wenn sich das Mehl in der Butter schön aufgelöst hat. Die Sauce nach eigenem Belieben mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut abschmecken.

Dann gebe ich den Deckel auf den Topf und lasse die Mehlschwitze etwa 10 Minuten leicht köcheln.

Im Anschluss gebe ich noch die Bohnen, den Bacon und die Pfefferbeißer in den Topf und lasse alles nochmal 15 bis 20 Minuten köcheln. Da die Bohnen im Glas schon fertig gegart sind. Müssen sie nur noch warm werden.

Fazit:

Wie Ihr seht, ist das also eine echt schnelle Nummer und benötigt keine lange Vorbereitungszeit. Auch deswegen liebe ich dieses Gericht so. Die Möhrchen werden auf diese Weise nicht hundertprozentig weich und geben dem Ganzen neben einer leicht süßen Note auch noch etwas Biss, was ich persönlich sehr mag.

Trotzdem lassen sich die Bohnen noch vielfältig abwandeln und gerade bei der Fleischeinlage kann man sehr kreativ werden. Die Pfefferbeißer hatte ich so auch zum ersten Mal dabei und war begeistert, da sie auch ein wenig Schärfe hatten.

Als Beilage passen ein paar schlichte Salzkartöffelchen sehr gut und das Essen lässt sich prima auch am nächsten Tag nochmal aufwärmen. (Schmeckt dann sogar fast noch besser!)


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